• A_norny_mousse@feddit.org
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    ·
    6 days ago

    “Ein Nutzen von Standortdaten ist, dass der Betreiber den Kundenfluss durch den Markt versteht. Auf dieser Basis kann er das Layout des Markts verbessern”, sagt Rüschen. Betreiber wissen etwa, dass Kunden den Einkauf von Butter und anderen Grundnahrungsmitteln vorausplanen. Diese Plankäufe platzieren Betreiber dann eher an das Ende des Supermarkts. Das zieht den Kunden durch den gesamten Laden. Auf dem Weg dorthin platzieren die Betreiber mögliche Impulskäufe wie eine Marshmellow-Creme. Anhand der Standortdaten erfährt das Unternehmen, durch welche Gänge Kunden häufig durchlaufen. Dadurch kann das Unternehmen erkennen, wo sich Impulskäufe am besten platzieren lassen.

    Das machen Supermärkte seit Jahrzehnten so, auch ohne Apps un Heatmaps.

    Falls der Artikel noch was interessanteres bietet, ich habe gelangweilt aufgegeben.

    • CosmoNova@lemmy.world
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      ·
      6 days ago

      Ist ein typischer Heise-Artikel mit zu viel bla bla. Ich denke im Kern geht es heutzutage darum, dass die Daten immer personenbezogener gesammelt und verarbeitet werden. Das ist der größte Unterschied zu damals.

    • Tacoma@feddit.org
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      4
      ·
      5 days ago

      Noch nie von Marshmallowcreme gehört, irgendwas macht mein Supermarkt wohl falsch

    • 𝘋𝘪𝘳𝘬@lemmy.ml
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      2
      ·
      6 days ago

      Irgendwie bin ich null empfänglich für diese “Tricks”. Ich weiß ja vorher was ich kaufen will, gehe durch den Laden, und kaufe auch nur das.

        • 𝘋𝘪𝘳𝘬@lemmy.ml
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          4
          ·
          6 days ago

          Ja, und die App hab ich auch nicht, und ach keine Deutschlandcard, und kein Paypal, und meine Postleitzahl verrate ich auch nicht.

          • General_Effort@lemmy.world
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            6 days ago

            Ich wollte eigentlich nur sagen, auch wenn du für die “Tricks” nicht empfänglich bist, bist du trotzdem betroffen.

            • 𝘋𝘪𝘳𝘬@lemmy.ml
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              6 days ago

              Natürlich bin ich betroffen, schließlich zahle ich mit dem guten alten Plastikgeld. Der Supermarkt weiß genau, wann ich welche Eigenmarken auf meiner Liste hatte. Für mich selbst ändert sich dadurch aber nichts, weil ich mir die Liste vorher mache, und halt eben wirklich nur das kaufe, was auf ihr drauf steht.

                • 𝘋𝘪𝘳𝘬@lemmy.ml
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                  5 days ago

                  Was die Angebote angeht, die du mit deinen Kundendaten bezahlst, klar, keine Frage. Im Mittel aber nicht, da ich die angebotenen (Marken-)Produkte sowieso nicht kaufen würde.

  • CosmoNova@lemmy.world
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    6 days ago

    Tja und außerhalb der Lemmybubble sehen die meisten Leute nicht mal, wieso Couponapps problematisch sind, oder erinnern sich, dass es bis vor kurzen überall Sonderangebote gab, für die man nicht mit Daten zahlen musste. Bei Nachfragen kommt bei mir oft raus, dass viele einfach keinen Plan haben, welchen Wert persönliche Daten haben, wie sie verwertet werden können und dass sie dadurch einen echten Nachteil beim Shoppen bekommen können. Die Leute raffen echt nicht, wieso wir es das „Informationszeitalter“ nennen.

    Wenn Ich diese Generation Mensch beschreiben müsste, würde Ich sagen, dass wir überforderte Junkies sind, denen es an jeglicher Weitsicht fehlt. Für den nächsten kleinen Endorphin Rush setzen wir alles aufs Spiel, als ob die Probleme von Morgen die Probleme der anderen wären. Dadurch sind wir dann später noch mehr überfordert und treffen noch rücksichtslosere Entscheidungen. Ein klassischer Teufelskreis wie bei Meth-Abhängigen.

    • azolus@slrpnk.net
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      5 days ago

      Wenn Ich diese Generation Mensch beschreiben müsste, würde Ich sagen, dass wir überforderte Junkies sind, denen es an jeglicher Weitsicht fehlt. Für den nächsten kleinen Endorphin Rush setzen wir alles aufs Spiel, als ob die Probleme von Morgen die Probleme der anderen wären. Dadurch sind wir dann später noch mehr überfordert und treffen noch rücksichtslosere Entscheidungen. Ein klassischer Teufelskreis wie bei Meth-Abhängigen.

      Wir werden so erzogen. Wir werden von kleinauf mit Konsumpropaganda zugeballert und bekommen unsere zunehmende Abhängigkeit als Fortschritt verkauft - wir sind ja jetzt so smart und digital und es geht jetzt alles so reibungslos, da kann man die Technologieverweigerer wirklich nur belächeln. Das sind alles keine zufälligen Entwicklungen, sondern explizite Ziele der Werbeindustrie, die sie mit psychologischen Tricks (einfach mal Dark Patterns googeln für einen kleinen Einblick) gegen den kritischen Denkapparat ihrer OpferZielgruppen durchsetzt. Die wahren Verantwortlichen lachen sich ins Fäustchen, während wir mit Recycling, Medienfasten etc. wenn überhault nur individuell-konsumkritische Maßnahmen ergreifen ohne das System zu hinterfragen, das diese Verhältnisse herbeigeführt hat und weiterhin reproduziert. Ein bisschen Kapitalismuskritik würde uns denke ich sehr gut tun.