• copacetic@discuss.tchncs.de
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    4 days ago

    Zwangsumsiedeln könnte lustig werden, wenn man daran denkt, dass es zum Beispiel um die Innenstadt von Passau geht.

    • rbn@sopuli.xyz
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      4 days ago

      Das ist natürlich keine Entscheidung, die leichtfertig getroffen werden sollte aber nehmen wir mal an - rein hypothetisch - Passau wird perspektivisch alle 5 Jahre von einer massiven Flut betroffen und alle anderen Mittel (z.B. Überflutungsflächen donauaufwärts) sind schon ausgeschöpft. Ergibt es dann Sinn, eine Stadt ständig neu aufzubauen auf Kosten der Allgemeinheit? Ist kacke für die Menschen, die sich dort Zuhause fühlen, keine Frage. Aber wenn die Natur nicht mehr mitspielt, ist das aus meiner Sicht ein besserer Grund als eine Zwangsumsiedling für die Ausweitung eines Braunkohletagebaus. Es muss ja auch nicht zwangsläufig direkt die ganze Stadt umziehen. Eben so viele Menschen wie nötig, um dem Fluss den nötigen Platz zu geben.

      Oder wir müssen unsere Architektur eben den Gegebenheiten anpassen und in solchen Gebieten wieder vermehrt Pfahlbauten oder ähnliches bauen, die im Falle einer Überflutung bewohnbar bleiben oder mit überschaubarem Aufwand reparierbar sind.

      Speziell an der Donau gibt es wenn ich mich recht entsinne aber noch einiges Potential, Maßnahmen für den Hochwasserschutz umzusetzen. Die werden aber seit Jahren, teils Jahrzehnten verhindert.

      • trollercoaster@sh.itjust.works
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        4 days ago

        Städte und Orte an großen Flüssen werden seit Jahrhunderten regelmäßig überschwemmt. Die Leute, die länger dort leben, haben sich in der Regel damit arrangiert. (z.B. wasserunempfindlicher Ausbau und Nutzung der unteren Stockwerke, Mittel zur Selbsthilfe vorhanden)

        Problematisch wird es, wenn Leuten, die eine Gegend nicht kennen, überflutungsgefährdete Wohnungen, Häuser oder Baugrundstücke angedreht werden, ohne sie ausdrücklich darauf hinzuweisen. (Was natürlich den Preis drücken würde)